9. Bericht

  • 9. Bericht
  • Im Capitol Reef NP  14.07. – 15.07.2004
  • Wir kommen in eine Oase am Fremont River. Den Ort nennt man Fruita. Hier ist der Visitor Center. Wir holen uns Unterlagen und fahren auf den Scenic Drive. Bis zum offiziellen Parkeingang geht es durch dichte Obstbaumplantagen, die vor dem ersten Weltkrieg von Mormonen angelegt, später aber aufgegeben wurden, als die Siedler wegzogen, weil ihr Gebiet zuerst zum National Monument und später zum National Park erklärt wurde. Aprikosen, Kirschen, Äpfel, Nüsse etc. reifen hier. Man kann sich direkt vom Baum Sattessen. Nimmt man Obst mit, bezahlt man 50 Cent für das Pfund.
  • 01 Capitol Reef NP - Fruita
  • Capitol Reef NP - Fruita
  • Der Scenic Drive führt 10 mi. in den NP hinein, immer auf der linken Seite die schönsten und unterschiedlichsten Felsen. Auf dieser Strecke gibt es zwei lohnenswerte Trails. Der erste führt zum Grand Wash Canyon, der zweite zum Capitol George Canyon.
  • 02 Capitol Reef NP – Scenic Drive
  • Capitol Reef NP – Scenic Drive
  • Wir biegen von der Teerstraße auf die Gravelstrecke zum Grand Wash ab und fahren ein langes Stück bis zum Parkplatz, von dem dann der Fußweg in den eigentlichen Canyon startet. Wir fahren durch etliche, recht ordentlich tiefe Dips, eines ausgetrockneten Creek. Wir sind schon ein ganzes Stück in den Canyon gelaufen, als die Regenwolken näher kommen und es mehrmals donnert. Wir brechen ab. Wir wollen uns nicht von einer Flash Flood überraschen lassen.
  • 03 Capitol Reef NP – Scenic Drive
  • Capitol Reef NP – Scenic Drive
  • Draußen auf der Teerstraße ist wieder alles o.k. Von Regen oder Gewitter keine Spur. Wir fahren weiter bis zum Parkplatz am Ende der Teerstraße.
  • 04 Capitol Reef NP – Scenic Drive
  • Capitol Reef NP – Scenic Drive
  • 05 Capitol Reef NP – Scenic Drive
  • Capitol Reef NP – Scenic Drive

06Hier beginnt eine neue Gravelroute hinein in den Capitol George Canyon. Man erzählt uns, dass heute Morgen schon zwei Womos die Strecke gefahren sind. Wir fahren ebenfalls in den Canyon und freuen uns, dass wir diese Entscheidung getroffen haben. Auf recht annehmbarem Weg geht es durch eine enge, gewundene Felsschlucht. Rechts und links Felsen in allen Formen, Farben. Sind sie nun schöner, als die bereits gesehenen? Jedenfalls ist der Gesamteindruck des Canyon überwältigend. Eine S-Kurve mit schokoladenfarbenen, glattgeschliffenen, bis in den Himmel reichenden Felsen nur eine Besonderheit. Man müsste die Strecke laufen!

  • Capitol Reef NP – Capitol George Canyon

 

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  • Capitol Reef NP – Capitol George Canyon
  • Am Ende der Schlucht ein weiterer Parkplatz. Hier geht ein Trail ab, der durch das ausgetrocknete Bett eines Creek in eine neue Enge Schlucht führt. Trotz Regenwolken hinter uns laufen wir durch diesen Canyon bis zu den "Tanks". Dies sind Felsmulden, in denen sich das Regenwasser sammelt und die namensgebend für die Landschaft "Waterpocket Fold" sind.
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  • Capitol Reef NP – Capitol George Canyon
  • Die Sonne scheint unbarmherzig in den Canyon und Bruni hat auf dem Rückweg leichte Probleme. Da nach Reiseführer der Trail nur ein km lang sein soll, haben wir auch kein Wasser mitgenommen. Einmal in Fahrt sind wir bestimmt bald sechs km hin und zurück gelaufen.
  • 09
  • Capitol Reef NP – Capitol George Canyon
  • Wir haben entschieden, im NP auf dem "Campground Fruita" zu bleiben und Morgen nochmals zum Grand Wash zu fahren und die Wanderung nachzuholen.
  • Neben dem Campground eine Aprikosenplantage. Wir gehen pflücken. Natürlich wieder zu viel. Bruni kocht Aprikosenkonfitüre. Die wichtigste Zutat (Geliermittel) hat sie aus Deutschland mitgebracht, da sie schon damit rechnete, in CA Früchte zu bekommen. Eine zweite Portion wurde eingefroren, damit nochmals Konfitüre gekocht werden kann. Die dritte Portion wurde Kompott und die vierte Portion verfeinert unser Müsli und wird so gegessen.
  • Heute Morgen wandern wir im Grand Wash Canyon. Es ist eine großartige Kulisse, zwischen den hohen meist glatten Felswänden zu laufen. Wir laufen in einem trockenen Bachbett.
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  • Capitol Reef NP – Grand Wash Canyon
  • An manchen Stellen sind Spuren des gestrigen Gewitters zu sehen. Man erkennt sie daran, dass die Erde dunkler gefärbt ist.
  • Es ist schwer unsere Gefühle zu beschreiben. Immer muss man daran denken, dass dies alles einmal vor 65 Millionen Jahren entstanden ist. Unter welchen Umständen? War das Gestein kalt? Ist alles mit lautem Krachen und Poltern aufgefaltet worden? War die Luft voller Staub? Und was geschah in den nächsten Millionen Jahren? War hier ein Meer oder hat ein gewaltiger Strom die Felsen glattgehobelt? Wie sind die Löcher in den Fels gekommen? Solche Gedanken kommen einem, wenn man den Kopf weit nach hinten beugt, um die Spitzen oder Kanten der Felsen zu sehen.
  • 11 Capitol Reef NP – Grand Wash Canyon
  • Capitol Reef NP – Grand Wash Canyon
  • Aber es gibt noch weitere Gedanken. Denn wer westlich der Waterpocket Fold siedeln wollte, musste durch diesen Canyon oder durch den Capitol George Canyon. Wie sind die Pioniere oder die ersten Siedler hier durchgekommen? Wie haben sie die Wagen über oder an den Felsen vorbei, die im ausgetrockneten Bachbett liegen, gebracht. Wie lange haben sie für die Durchquerung dieses Canyons gebraucht, den wir in 1 ½ Std. durchlaufen haben? Von was haben sie sich ernährt? 
  • Etwa in der Mitte des Canyons stehen die Felsen ganz dicht zusammen, es ist die engste Stelle und wir denken an die Todrah Schlucht in Marokko. Damals hatten wir gedacht, wir würden ein einmaliges Naturwunder sehen! Rückblickend ist es nur eine bescheidene Felsenschlucht.
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  • Capitol Reef NP – Grand Wash Canyon Narrows
  • Wir müssen dankbar und bescheiden sein, dass wir dies alles sehen dürfen.

14 Capitol Reef NP – Grand Wash Canyon

  • Capitol Reef NP – Grand Wash Canyon

15 Capitol Reef NP – Grand Wash Canyon

Capitol Reef NP – Grand Wash Canyon

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