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- 8. Bericht
- Vom Bryce NP zum Capitol Reef NP 11.07. – 14.07.2004
- Wir starten heute Morgen bei EL. 7.657 Ft. Am Mittag sind wir in Escalante nur noch auf
- EL. 5.812 Ft., dementsprechend warm ist es dann auch auf dem Campground im Womo, weil es weder Wasser noch Strom gibt und die Klimaanlage nicht laufen kann.
- In Escalante, einem kleinen Provinzörtchen, ist es uns erstmals in USA überhaupt passiert, dass alle Läden geschlossen hatten. Wir konnten deshalb kein Brot kaufen und Bruni entschloss sich in dieser Situation, ein Brot zu backen! Ein teuflisches Unterfangen bei der Hitze im Womo.
- Vom Bryce NP geht es ins Tal hinunter nach Tropic und Cannonville. Sie liegen im fruchtbaren Tal des Paria River. Hier sind die Wiesen immer noch etwas grün und es hat viele Bäume.
- Von hier machen wir einen Abstecher zum Kodachrome Basin SP mit schönen Felsformationen. Zurück auf dem Hwy. fahren wir auf einem Hochplateau in einem Canyon mit wuchtigen unterschiedlich gelben Felsen, die wie Burgen aussehen.
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- Burg bei Connenville
- In einem sehr breiten Flusslauf ein armseliges kleines Rinnsal, der Henrieville River. Wir sind hier im Bereich des Grand Staircase-Escalante Nat. Mon., wie uns die Schilder am Straßenrand anzeigen. Es schließt sich der Dixie National Forest an und wir kommen hier auf einen kleinen Pass von dem wir hinüber zum Table Cliff Plateau blicken. In der Ferne, ca. 50 mi entfernt, sind immer noch die roten Felsen des Bryce NP zu sehen.
- Wir übernachten in einem SP bei Escalante.
- Nachdem wir am nächsten Tag den Escalante River überquert haben, durchfahren wir einen roten Felsencanyon. Gleich darauf werden die Felsen gelb und die Straße steigt an. Links neben uns bleibt der Canyon unter uns zurück. Mit jedem Meter den wir fahren, wird die Aussicht schöner. Der Canyon ist von hier oben als tiefe und breite Schlucht auszumachen. Es ist wie eine Märchenwelt. Auf der Höhe angekommen, bietet sich eine grandiose Rundumsicht. Während wir hier stehen und uns umsehen, gibt es einige Momente der Stille, d.h. keine Autos und keine Flugzeuge. In diesen Momenten hört man aus dem tiefen Canyon den River rauschen.
- Es geht jetzt eine Stück auf einem schmalen Grat auf dem Hochplateau entlang, mit meilenweiter Sicht nach beiden Seiten. Am Ende des Hochplateaus erneut ein toller Ausblick über die zerklüftete Landschaft und dann die Abfahrt ins Tal bis nach Boulder auf
EL. 6.700 Ft.
- Berg Bei Boulder
- In Boulder beginnt der Burr Trail Scenic Backway.
- Es beginnt eigentlich ganz normal. Nach den uns bekannten Unterlagen ist der Trail bis zum Capitol Reef NP geteert. Dann folgt durch den NP und weiter bis zur Jct. # 276 kurz vor Bullfrog am Lake Powell eine Gravelroad. Wir fahren die Teerstraße und gelbe, runde Sandsteinformationen begleiten uns. Sie haben anfangs starke Schachbrettmuster, die Bruni als Steppdecken bezeichnet. Dann kommen wir wieder in das Staircase-Escalante Nat. Mon. Die Strecke verflacht. Wir fahren auf kurvenreichen Strecke durch lichten Niederwald. In einem Talkessel liegt in einer Oase die Deep Creek Rec. Area mit einigen kleinen Campsites, für uns ungeeignet. Außerdem zu viel Sonne. Bei der Fahrt ins Tal sind die Felsen gelb, auf der anderen Seite dann roter Sandstein.
- Nach einer Kurve, auf steiler Abfahrt, ein Ausblick auf zwei riesige Canyons, die die Form eines Y bilden.

- Einfahrt in den Long Canyon
- Der Canyon [Name: Long Canyon] ist ein tiefer Einschnitt in roten Sandstein. Auf beiden Seiten hohe, glatte Wände oder durchlöchert wie ein Käse. Es ist unglaublich. Diese Farben im frühen Morgenlicht. An anderer Stelle wäre dies ein Nationalpark, zumindest ein Statepark.
- Bruni steigt aus und läuft. Ich bin ununterbrochen am Fotografieren. Laufe ein Stück vor und hole dann das Womo nach, weil Bruni inzwischen wieder eine tolle Stelle gefunden hat.
- Wir kommen ins schwärmen und es gibt eigentlich keine Eigenschaftswörter, mit dem man dieses Tal, das wirklich den Namen "Red Canyon" verdient hat, beschreiben kann.

- Im Long Canyon
- Endlich reisen wir uns los und fahren weiter. Es geht bergan und die Felsen wechseln von rot nach gelb. Am Ende des Canyon, wieder einmal hoch über einer weiten Ebene, zum Himmel strebende gelbe Felsen.
- Wir fahren nun etliche Meilen durch Buschland. Wenn wir auf einer Höhe sind, sehen wir wieder rote Felsabbrüche und in der Ferne ragen hohe Mountains auf.
- Plötzlich hört die Teerstraße auf und auf einem Schild wird der Capitol Reef NP angezeigt. Wir suchen eine schattige Stelle für die Mittagspause und fahren deshalb die Gravelstraße steil abwärts. Erst im Tal finden wir eine Möglichkeit, wo wir drehen können und auch Mittagspause machen. Um uns ein farbenprächtiges Panorama. Wir sind etwa auf der Mitte des NP. Da wir von hier aus nicht zum Lake Powell wollen fahren wir die gleiche Strecke zurück. Inzwischen ist das Womo innen und außen von der kurzen Strecke auf Gravel eingestaubt.
- Gleich nach Boulder steigt die Straße kontinuierlich bis auf EL. 9.400 Ft. an. Es geht durch Wald und je höher wir kommen, desto mehr Hochgebirgsalmen gibt es, sogar mit den notwendigen Kühen. Die Pinien und Tannen weichen der Silberpappel.
- Bei Homestead Overlook eine Aussicht über rot-gelb-grünes, gefurchtes, gefaltetes und aufgeworfenes Land. Am Rande die verschiedensten Bergmassive und jetzt schon deutlich zu erkennen, die Felsformationen des Capitol Reef NP. Es ist einfach sagenhaft schön. Man hat eine Tafel mit folgendem Spruch aufgestellt: " AS FAR AS EYE CAN SEE". Eigentlich ist nicht mehr zu sagen.
- Es geht abwärts in Richtung Capitol Reef NP. Unterwegs etliche Campgrounds vom National Forest. Der erste, Oak Creek, ist für uns zu klein. Bei Pleasant kommen wir auf dem Upper Campground unter. Hier hat es schönen Schatten und es geht ein kühles Lüftchen. Durch den Campground fließt der Pleasant Creek.
- Wir versteigen uns sogar am Abend Pancake, in der Eisenpfanne, auf dem Grillfeuer zu backen.
- Und wieder ist ein wunderschöner Tag zu Ende.
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- Von unserem Campground fahren wir am nächsten Morgen noch ein Stück durch den hochalpinen Wald. Wir befinden uns auf dem Aquarius Plateau in den Boulder Mts. Die höchste Erhebung ist hier der Blue Bell mit EL. 11.330 Ft., die noch bewaldet ist. Nicht weit vom Campground ist der Larb Hollow Overlook. Wir halten und sehen hinunter in die Ebene mit dem Capitol Reef NP, den Waterpocket Folds und darüber die Henry Mts.

- Blick zum Capitol Reef NP
- Wir übernachten in Torry.
- Unsere Vorräte gehen zur Neige, Bananen gibt’s schon nicht mehr, Wasser wird knapp. Wir essen kontinentales Frühstück, d.h. weiche Brötchen oder weicher Tost mit Marmelade und für mich etwas Wurst. In Torry ist ein General Store, der recht gut sortiert ist. Über die Preise sprechen wir nicht. Wir kaufen einiges ein.
- Wir fahren die # 24 E, UT und recht bald sind links neben uns die beeindruckenden Felsmassive der Waterpocket Fold. Wir fahren in einem Wolkenloch, d.h. über uns blauer Himmel und Sonne, vor und hinter uns dicke Regenwolken. Wir kommen an den ersten Felsen vorbei, die Namen haben: Twin Rocks und Chimney Rock.
- Die Einfahrt in den Capitol Reef NP ist damit gewaltig. Die Felswände an unserer linken Seite leuchten in allen braun, gelb und grauen Farbtönen, die es gibt, sind zerklüftet, glatt abgerundet und sagenhaft schön.
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Gewaltige Einfahrt
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