6. Bericht

6.  Bericht

Von Las Vegas zum Zion NP 06.07. – 08.07.2004

Wir fahren auf der # I – 15 im Berufsverkehr durch Las Vegas nach Norden. Erster Höhepunkt des Tages ist heute das Valley of Fire. Im Valley of Fire SP sind sehr rote Sandsteinformationen freigelegt. Auf einer Loop kann man unmittelbar an den unterschiedlich geformten Steinen vorbeifahren. Inmitten dieser Felsen ein einfacher Campground. Die Natur hat in dieser Gegend eines ihrer besonderen Wunder vollbracht, denn rundherum sind nur graue oder dunkle Vulkanberge.

 040601 Im Valley of Fire  

 Im Valley of Fire

Wir wechseln kurz von Nevada nach Arizona um sogleich in Utah zu sein. Im südlichen Utah werden wir uns in den nächsten Tagen aufhalten.
Ab Hurricane geht es durch eine wilde Berggegend mit weiten Ebenen und rundum zerklüfteten Bergen mit tiefen Canyons, egal in welche Richtung man schaut. Die Felsen haben alle Farben: rot, beige, gelb, dunkelbraun und vor allem nebeneinander. Sehr viele Berge sind Tafelberge, bzw. Tafellandschaften, da wir uns ja schon am Rande des Colorado Plateau befinden.
Wir fahren am Virgin River aufwärts. Die Berge werden immer imposanter. Die verschiedensten Gesteinsschichten liegen hier wieder in den buntesten Farben übereinander. Das Tal des Virgin River ist grün, mit vielen Bäumen und bietet zu den bunten Bergen und der grau/gelbbraunen Wüste einen wundervollen Kontrast, der noch vom strahlend blauen Himmel verstärkt wird. Es ist der Beginn einer Bilderbuchlandschaft.

In Springdale sind wir am Eingang zum Zion NP. Wir fahren zum privaten Zion Canyon Campground und bekommen eine Campsite direkt am Virgin River. Über unserer Campsite ragen die Felsen des Zion Canyon auf. Auf der anderen Straßenseite, nach Westen erhebt sich eine imposante Felswand.

Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Shuttle durch den Zion Canyon.
Der Virgin River hat sich hier am Anfang des Canyons breit in den Fels hineingeschnitten. Am Ende der Straße, bei der Haltestelle "Tempel of Sinawava" ist dann schon recht eng. Rechts und links ragen die bunten Sandsteinfelsen senkrecht über der Straße auf. Meist zerklüftet und versetzt. Ein sagenhafter Anblick, die fantastischen Felsblöcke, die hier den Canyon bilden.

02 Zion Canyon NP

Zion Canyon NP

Wir steigen bei Zion Lodge aus und wandern zu den Emerald Pools. Es geht auf schmalen Wegen am Berg hoch, dort wo man eigentlich nur Felsen sieht. Herrliche Ausblicke ins Tal. Die Pools (Lower, Middle und Upper) fast ausgetrocknet. Über dem Upper Pool ragt der Fels himmelwärts. Hier geht es nicht weiter.

Wir laufen am Berg entlang hinunter zu einer Rest Area und besteigen wieder den Shuttle, das uns nun ans Ende des Tals nach "Tempel of Sinawava" bringt. Auch auf diesem Stück senkrecht aufsteigende Felsen. "Angels Landing" ein imposanter Felsblock, ragt hoch über das Tal auf. Man muss den Kopf schon weit zurücklehnen, um die Spitzen (Kanten = Rim) der Berge zu sehen. Es ist sagenhaft schön. Bei "Big Bend" ragen die Felsen weit ins Tal, man meint, es geht nicht weiter, aber in einer großen Schleife umrundet man auch diese Stelle.

03 Zion Canyon NP

Zion Canyon NP

Bei "Tempel of Sinawava" beginnt ein Wanderweg entlang des Virgin River, der dort, wo der Fels ins Wasser geht, endet. Ein reger Betrieb auf diesem Wanderweg. Am Ende des Weges gehen alle ins Wasser. Entweder läuft man nur etwas durch den Bach oder man macht sich auf zu den "Narrows", dort wo die Felsen ganz dicht zusammenstehen. Der Weg dorthin geht nur durchs Wasser, meist ist es ganz flach, es soll aber Stellen geben, an denen man evtl. schwimmen muss. Mit Kind und Kegel ist man unterwegs. Barfuss, mit Badeschuhen oder wie ein Ranger, mit Wanderstiefeln. Mehr als zwei Stunden soll man bis zu den Narrows brauchen.

04 Zion Canyon NP – Der Weg zu den Narrows

Zion Canyon NP – Der Weg zu den Narrows

Wir bleiben einen weiteren Tag, damit ich Bilder machen kann. Ich leihe mir ein Fahrrad und fahre die ganze Strecke bis zum "Tempel of Sinawava" nochmals ab. Es war zwar etwas anstrengend, aber ein ganz anderes Gefühl als im Shuttle. Die Berge sind majestätisch und durch den Virgin River ist das Tal dicht mit Bäumen bestanden. An jeder Kurve eröffnen sich neue Ausblicke und die Perspektiven verändern sich ununterbrochen.

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