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33. Bericht USA
Lake Powell und Glen Canyon NRA vom 14.09. – 19.09.05
Wir diskutieren, was wir machen wollen! Bruni möchte auf dem Lake Powell eine Bootstour zur Rainbow Bridge machen. Das ist eine Tagestour. Wir wollen aber auch in die Antelope Canyons.
Wir machen Beides – an zwei Tagen!
Zuerst die Antelope Canyons. Die Richtung ist klar. Bei den drei Kraftwerksschornsteinen soll es lt. Reiseführer sein. Ein Schild weißt zum Upper Antelope Canyon. Ein Kassenhäuschen, dahinter ein Parkplatz. Der Parkplatz kostet pro Person $ 6,00. Wir sind im Navajo Tribal Park. Die Besichtigung ist nur mit einem Führer möglich. Das kostet $ 15 pro Person. Wir warten am nächsten Kassenhäuschen, mit einer schon größeren Gruppe, auf die “Schwester”, die bald kommen soll. Drei hochbeinige, geländegängige Pick-Up, mit Bänken und Sonnendach, stehen bereit. Die Schwester kommt bald mit einem ebensolchen Fahrzeug. Nun wird geladen. 14 Touristen auf ein Fahrzeug. Der Kassenschalter wird geschlossen und die Schwestern kutschieren uns im Höllentempo auf Piste zum Canyon. Wir sind auf dem zweiten Wagen und schlucken Staub.
Eingang zum Upper Antelope Canyon
Unsere Schwester erklärt uns, dass die Familie hier wohnt und die Besichtigung des Canyons ein Familienbetrieb ist. Genau bekommen wir die Bedeutung der einzelnen "Räume" des Canyon erklärt. Das Wasser hat hier die absonderlichsten Formen geschaffen. Für jede exklusive Form hat man einen Namen vergeben.
Upper Antelope Canyon
Die Canyonwände sind bis ca. 15 m hoch. Oben nur ganz schmale Öffnungen. Alles recht düster. Aber dort, wo die Sonne hereinkommt, wunderschöne gelb-rote Farben. Da kommen die Windungen so richtig zur Geltung.
Der Canyon ist über 30 mi lang. Jedes Jahr kommt eine Flut hindurch. Es sind Jahre dabei, da ist der Canyon randvoll. Der Sand, der durchgespült wird, hobelt immer wieder neue Formen. Unsere Schwester erzählt, das der Canyonboden zu Zeiten ihrer Mutter ca. 3 m höher lag. Als sie Kind war, war er noch 1 m höher – das war vor ca. 30 Jahren. Jede neue Flut verändert den Canyon.
Upper Antelope Canyon
Eine Stunde dauert die Führung. Immer wieder kommen neue Gruppen. Darunter eine Fotogruppe – alle mit dicken Stativen – die hindurchstürmt. Wir arbeiten uns langsam voran. Blitzlicht ist verboten. Dort wo die Sonne einfällt sind die Fotografen am Werk. Ihr Guide spielt auf einem Instrument eine einfühlsame Weise. Er dirigiert seine Fotogruppe mal hier mal dorthin. Dann bei ca. 11:30 am MDST ruft mich Bruni aufgeregt. Ein Fotografenklumpen an einer Stelle. Von der "Decke" fällt ein dickes Lichtbündel auf den Boden. Der Guide wirbelt Sand auf und der Staub zieht langsam nach oben. Er sagt genau an, wie lange es noch dauert, bis der Strahl verschwunden ist. Dann dirigiert er seine Fotografen an eine neue Stelle.
Upper Antelope Canyon
Wir warten auf die Rückfahrt zum Parkplatz. Im Höllentempo geht es die Piste zurück. Der Upper Antelope Canyon war es wirklich wert, dass man ihn angeschaut hat. Den Lower Canyon sparen wir uns.
Auf der Rückfahrt zum Campground kommt man an einem Overview auf die Staumauer vorbei. Es ist schon enorm, was die Techniker und Bauleute geleistet haben. Grandios auch der Blick in die Tiefe des Canyon auf den grünlich schimmernden Colorado. Hinter der Staumauer dunkelblau, im Canyon grünlich und später dann schmutzig grau-braun.
Colorado River am Glen Canyon Dam
Las Vegas, NV, 19.09.2005
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