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29. Bericht USA
Zu den Vulkanen im Kaskadengebirge in Oregon Mt. Hood – Belknap Craters – Newberry National Volcanic MN – Crater Lake NP vom 23.08. – 28.08.05
Strecke in Washington
Zur Besichtigung der weiteren Kaskadenvulkane geht es zurück nach Oregon.
Zum Mt. Hood
Gleich nach Hood River, am Columbia River, sieht man unser heutiges Ziel – den Mt. Hood vor einem blauen Himmel. Keine Wolke weit und breit. Am nächsten ist man dem Berg [EL 11.235 Ft.] in Timberline Lodge. Auf der Fahrt dorthin immer wieder Ausblicke auf den Mt. Hood.
Mt. Hood
Wir fahren bis Timberline Lodge. Je näher wir an den Berg herankommen, desto mehr verliert er an Aussehen. Bei der Anfahrt von Norden (vom Columbia River) wächst er majestätische aus der Ebene und zeigt die Seite mit dem meisten Schnee (im Sommer?). Man umrundet ihn südlich auf der US # 26. Von dieser Seite sieht man vom SNO Parkplatz White River nur noch in einer Rinne größere Schneereste. Ansonsten ist er kahl und braun. Die Spitze wird von Felsen gebildet, oben Schnee. Es gibt hinauf auf die Spitze keine Trails, man muss klettern.
Mt. Hood von Timberline Lodge
Bei Timberline Lode ein großer Parkplatz und von NO bis SW Rundumsicht über blaue Hügel und Berge. Der Mt. Adams in WA [EL 12.276 Ft.] ist sehr gut zu sehnen. Entfernung rd. 70 mi Luftlinie.
Es sind Oregons Scenic Byways zu fahren. Ein großes Stück des West Cascade Scenic Byway und der McKenzie-Santiam Pass Scenic Byway durch National Forests.
Am Santiam Pass ist der Wald weitgehend abgebrannt. Das Feuer war in 2003. Durch Blitzschlag entstanden 2 Feuer, die letztlich über 90.000 acres vernichteten. Zur Brandbekämpfung waren über 2.400 Leute im Einsatz. Die Kosten betrugen über $ 38 Mio. Vom vernichteten Holz hätten 30.000 US-Häuser gebaut werden können.
Zu den Belknap Craters 
In Sisters kommt man auf die McKenzie Pass Rd. und hat sogleich einen Blick auf mehrere Berge mit Schneefeldern. Schon bald steigt sie zum Pass an und führt hinein in ein ungeheuer großes Lavafeld. Breitflächig kommt ein Lavastrom von den beiden Belknap Craters. Oben auf dem Pass dann ein Rundblick zu den drei Sisters und über ausgedehnte Lavafelder zu den Belknap Craters und dem Mt. Washington.
Belknap Crater mit Lavafeld

Es ist schon gewaltig, was hier vor ca. 1.700 bzw. 1.500 Jahren geschah. Die meiste Lava kam aus dem Kl. Belknap, von dem man heute nur noch eine kleine Erhebung sieht. Der heutige Mt. Washington ist das "Herz" eines früheren Vulkans. Über allem lag ein einziger Gletscher, der die heutige Geländestruktur schuf.
Mt. Washington
Zum Newberry National Volcanic NM
Wir haben das Newberry National Volcanic Monument in unsere Planung aufgenommen und lassen deshalb ein Stück des West Cascade Scenic Byway weg.
Der Newberry Vulkan [Crater] ist ein "Schildvulkan" an der "Northwest Rift Zone", der noch als "aktiv" bezeichnet wird. Es ist eine große "Caldera".
Caldera
Caldera, Kraterkessel von bis zu mehreren Kilometern Durchmesser und einer Tiefe von mehreren Kilometern. Eine Caldera entsteht, wenn das Dach einer Magmakammer einstürzt (Einsturz- oder Einbruchscaldera) oder wenn das Dach durch eine Eruption weggesprengt wird (Explosionscaldera). In vielen Fällen wurden die Calderen durch Erosion umgestaltet und dann als Erosionscaldera bezeichnet. Zu diesem Typ gehört die Caldera de Taburiente auf der Kanarischen Insel La Palma, die einen Durchmesser von rund 19 Kilometern hat und von zahlreichen Flüssen durchzogen wird.
Eine Caldera bildet sich in einzelnen Phasen: Flüssiges Material steigt aus einer Magmakammer auf und gelangt schließlich an die Oberfläche. In den Hohlraum sackt das Deckenmaterial ab und ist dort einer erneuten vulkanischen Tätigkeit ausgesetzt. Verfasst von: Robert Garus Microsoft ® Encarta ® Enzyklopädie Professional 2005. © 1993-2004 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
Uns interessiert insbesondere die "Big Obsidian Flow". Hier liegen über 170 Mio. cubic yards Obsidian und pumice (Bims), die ein Vulkan erst vor 1.300 Jahren ausgestoßen hat. Damit ist es das jüngste Ereignis dieser Art in Oregon. Ein kleiner Rundgang durch eine Ecke des Lavafeldes verdeutlicht die Naturgewalten, die hier aufgetreten sein müssen.
Obsidian
Obsidian
Obsidian, dunkles, halbdurchsichtiges vulkanisches Gesteinsglas. Obsidian entspricht in seiner Zusammensetzung meist einem Rhyolith, zum Teil auch anderen Vulkaniten. Er entsteht aus zähen Schmelzen von Eruptivgesteinen, wenn deren Lava sehr schnell abkühlte, so dass sie keine Zeit zum Auskristallisieren hatten. Obsidian ist meist schwarz, kann aber auch dunkelgrün oder braun gefärbt sein. Wegen seines muscheligen, scharfkantigen Bruches und seiner Härte wurden aus diesem Gestein in der Steinzeit Waffen und Werkzeuge hergestellt.
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Die Caldera umgibt ein 21 mi langer Kraterrand, der von allen Stellen deutlich zu sehen ist. Die Caldera ist heute bewaldet und zwei Seen haben sich gebildet, die vor 12.000 Jahren noch zusammen waren. Durch vulkanische Tätigkeiten wurden sie getrennt.
Zum Crater Lake NP
Wäre es nach meinen Vorstellungen gegangen, die von einem TV Film über den NP geprägt waren, hätten wir Crater Lake NP auf dieser Tour ausgelassen. Danach wäre die Fahrt auf dem Rim Drive eine Fahrt durch Wald gewesen, ohne viel Kratersee.
Aber wir haben glücklicherweise so viel über die vulkanische Vergangenheit dieses Gebietes gesehen und gelesen. Dabei auch auf einer Infotafel, dass der Mt. Mazama vor ca. 7.700 Jahren bei einer Eruption so viel Gestein ausgestoßen hat, dass er unter dem Gewicht zusammengebrochen ist und sich die Caldera gebildet hat, die heute Crater Lake genannt wird.Der ausgestoßene Bims und die Asche haben sich bis weit nach Britisch Columbia und Alberta verteilt.
Die vielen Infos haben dann doch gereizt, den NP zu besuchen. Es wäre jammerschade gewesen, hätten wir ihn ausgelassen.
Karte Crater Lake NP
Wir kommen vom Nordeingang und durchqueren bald danach die "Pumice Desert", eine Bimswüste. Im Hintergrund der Mt. Thielsen.
Am Merriam Point treffen wir auf den Rim Drive, den wir im Uhrzeigersinne (wg. richtigem Licht für die Fotos) fahren. Hier auch der erst Blick auf den tiefblauen Kratersee. Es folgt Aussichtpunkt um Aussichtspunkt und bald überall wird gehalten. Höhepunkt und auch höchste Stelle auf dem East Drive ist "Cloudcap Overlook". Hier liegt der ganze See ausgebreitet in der Sonne unter uns. Das tintenblaue Wasser hat nur bei Sonne diese Farbe und ist so klar, dass Gegenstände bis 30 m unter der Oberfläche erkannt werden können. Im Kontrast dazu die Calderahänge, die meist bräunlich sind. An manchen Stellen rotbrauner Obsidian (es soll auch noch grünen geben – aber nicht hier).
Es ist eine erfreuliche Fahrt auf dem Rim Drive, mit seinen vielen Aussichtspunkten und hat so gar nichts mit dem TV Film gemeinsam.
Crater Lake NP
Crater Lake NP
Crater Lake NP
Portola, CA, 03.09.2005
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