28. Bericht

28. Bericht 
Oakley vom 07.11. – 30.11.2004
und Flug nach Frankfurt

Wir sind im Sandy Beach County Park in Rio Vista, ca. 70 mi NO von San Francisco.

Wer meint, dass in Californien immer die Sonne scheint, der irrt sich. Jedenfalls lösen sich die Tiefdruckgebiete mit Regen einander ab und mehr als 15°C kommen an manchen Tag kaum zusammen.

Unser Termin für die Überprüfung des Slide-Out war am 15. November in Lodi, ca. 20 mi entfernt. Das Slide Problem ist trotzdem bislang nicht gelöst. Wir betrachten deshalb den Aufenthalt hier als "Auszeit", die uns gut tat. In drei Tagen fliegen wir nach Deutschland und dort wartet so manche Aufgabe auf uns.

Am Ende der zweiten Reise stellt man naturgemäß wieder einige Fragen.

    Haben wir alles richtig gemacht ?
    War der Kauf eines neuen, größeren Womo richtig oder sinnvoll?
    Wollen wir weitermachen ?
    Was müssten wir ggf. ändern ?

Grundsätzlich kann man sagen, dass wir nicht alles richtig gemacht haben. Das beginnt bereits bei der Strecke, die wir diesmal gefahren sind. Wir haben sehr viel Regen gehabt, müssen aber feststellen, dass man allgemein Äußerungen hört, dass es so ein Wetter um diese Zeit noch nie gab. Hier sind insbesondere die vielen Hurricane an der Ostküste zu nennen, die uns ja auch hautnah getroffen haben.

Der erste Teil der Reise, insbesondere das südlich Utah, war fantastisch. Die Fahrt auf dem Blue Ridge Pkwy sehr schön, aber leider durch die Hurricane stark eingeschränkt. Man muss ihn auch fahren, wenn die Rhododendron blühen!

Die Fahrt durch Missouri, Oklahoma etc. war eher flach. Aber irgendwie muss man ja die riesigen Entfernungen überbrücken. Spitze dann wieder die Sonoran Desert, die wir lieben!

Abgesehen von den noch immer nicht gelösten Problemen mit dem Slide, war der Kauf des Terra eine sehr gute Entscheidung. A - haben wir für den Sunseeker einen Spitzenpreis bekommen und B – einen gewaltigen Komfortsprung getan. Das "Wohnzimmer", das wir jetzt haben, ist schon super. Es sind aber noch eine Menge anderer Vorteile, die wir genießen, wie die Couch, das gute Bett, die vielen großen Schränke, der größere Kühlschrank mit großem Tiefkühlfach, ein Backofen für Gas und einen für Strom, eine Klasse Heizung und eine wunderbare Dusche. Espressomaschine, E-Wasserkessel, TV, DVD-Wechsler, VHS-Recorder etc. machen das Leben angenehm. Man hat nicht das Gefühl, in einem Womo zu sein! Es lässt sich in diesem Womo gut auf längere Zeit leben.

Ein Womo von 10 m Länge hat aber auch Nachteile. Bei der Parkplatzsuche gibt es schon mal Einschränkungen, viele Campgrounds haben nicht genügend große Stellplätze und manche Straßen oder Strecken sind entweder zu eng, zu steil oder zu gefährlich. Das lässt man dann eben sein.

Wir genießen diese Art zu reisen und werden auf jeden Fall nicht nur eine dritte Reise machen. Die Auszeit, die wir uns hier in Rio Vista genommen haben, wurde genutzt, um die fürs Frühjahr geplante Fahrt nach Alaska in Ansätzen vorzubereiten. Dabei haben wir festgestellt, dass insbesondere Canada für weitere Reisen gut ist. In den USA gibt es aber noch viele weiße Stellen auf unserer Landkarte. So haben wir z.B. bislang immer um Colorado einen Bogen gemacht.

Aber auch Mexico steht noch an, wenn auch die Planungen sehr langsam vorangehen. Hier macht uns der Kauf der jährlichen Steuermarke etwas Bauchweh, denn sie muss immer im Februar eines jeden Jahres erneuert werden, also mitten in der Reisezeit für Mexico. Nun gibt es aber evtl. ganz neue Überlegungen, die tiefgreifender und weitreichender sind und andere Entscheidungen bedürfen. Insgesamt steht Mexico deshalb etwas im Hintergrund.

Aktuell dagegen die Planungen für unseren Aufenthalt in D und die Übernahme unseres neuen Womo "Hymer – Exsis"!

Zum Schluss Dank an unsere Familie und Freunde, die uns in Gedanken und im Internet auf unseren Reisen begleiten und last but not least an Brunis Schwester in Maple Grove und unsere Freunde Käthe und John in Trenton, IL, die uns wie gewohnt bei unseren Besuchen geholfen haben.

Einen ganz besonderen Dank an Familie Graner, die uns den Flug nach Deutschland besorgt haben und die sich, während wir in D sind, um unser Womo kümmern werden.
Ohne die Hilfe dieser drei Familien wäre manches komplizierter und würde mehr Aufwand erfordern. Wir meinen aber, für uns in Anspruch nehmen zu können, dass wir uns in USA schon sehr gut "eingelebt" haben und uns recht sicher fühlen und nichts ändern müssen.

Rio Vista, USA, CA, 11-27-04

Der Flug von SFO nach FRA war problemlos und relativ angenehm, da der Flieger nicht ausgebucht war und uns somit ein Sitz zusätzlich zur Verfügung stand.

San Francisco

In D haben wir inzwischen unser Womo übernommen und sind recht zufrieden. Wir werden weiter berichten, wie es uns ohne Haus und Wohnung so ergeht.

Bis zu unserem nächsten Bericht grüßen

Bruni + Norbert

Bad Hersfeld, 09.12.2004

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