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26. Bericht In der Sonoran Desert
Hinweis:
Bei www.fotos.web.de/vulpes.vulpes wurden hierzu im
Album 32 USA 04 Desert – Kakteen u. Pflanzen
Bilder veröffentlicht.
Der Biologe definiert eine Wüste als Region, mit geringem jährlichen Niederschlag und irregulärem Verhalten. Sehr oft herrschen dort im Sommer hohe Temperaturen und die Pflanzen stehen weit auseinander, um möglichst viel Feuchtigkeit aufnehmen zu können.
In USA gibt es im Südwesten riesige Gebiete in denen diese Bedingungen überwiegen. In diesen Wüsten Nordamerikas, in der Mojave-, der Sonora- und der Chihuahuanwüste und im Norden Mexikos, existiert eine recht artenreiche Flora mit riesigen Yuccapalmen und Kakteen als charakteristischen Pflanzen.
Die Sonorawüste ist die größte Wüste in Nordamerika.
Die über 300 000 Quadratkilometer große Sonorawüste (Sonoran Desert) erstreckt sich über den Südwesten Arizonas, den Südosten Kaliforniens und den Nordwesten Mexikos. Sie wird auf drei Seiten von weiteren Trockengebieten umgeben – der Mojavewüste, dem Hochland von Arizona und Mexikos Westlicher Sierra Madre (Sierra Madre Occidental). Im Westen reicht die Wüste bis an den Golf von Kalifornien und den Pazifischen Ozean.
Der Name leitet sich vermutlich von dem Wort Sonota ab. Dieses Wort kommt aus der Sprache der Tohono O'odham (Papago) und bedeutet „Ort der Pflanzen”. Die mittlere Höhe ist mit 305 Metern im Vergleich zu benachbarten Gebieten verhältnismäßig gering.
In der Sonorawüste existiert eine einzigartige Vegetation. Die Pflanzen wachsen auf relativ unfruchtbarem Boden, speichern die geringe Feuchtigkeit und sind unempfindlich gegen große Hitze am Tag, große Kälte in der Nacht und starke Winde. Die Sonorawüste ist auch Lebensraum für viele Reptilien. Hier leben z. B. mehrere Klapperschlangenarten, die giftige Gila-Krustenechse und die Krötenechse. Ein typischer Bewohner ist außerdem der Kojote. In den meisten Teilen der Wüste fallen weniger als 250 Millimeter Regen im Jahr.
Die Mojavewüste ist im Süden des US-Bundesstaates Kalifornien, am Südrand des Großen Beckens, zwischen den Ausläufern der Sierra Nevada und dem Colorado River gelegen. Die Mojavewüste bedeckt eine Fläche von 38 850 Quadratkilometern. Bei Jahresniederschlägen von meist weniger als 100 Millimetern herrschen ausgesprochen trockene Bedingungen vor, an die nur trockenresistente Pflanzen angepasst sind.
Die Chihuahuanwüste bedeckt weite Teile im Süden von New Mexico und den Südwesten von Texas.
Fundstelle: Der vorstehende Text ist weitgehend aus Microsoft ® Encarta ® Enzyklopädie 2004. © 1993-2003 Microsoft Corporation entnommen. Alle Rechte vorbehalten.
Kakteen
Mit wenigen Ausnahmen sind Kakteen nur in der Neuen Welt verbreitet – von Kanada bis zur Südspitze Amerikas, einschließlich der Westindischen Inseln und der Galápagos-Inseln. Kakteen sind Xerophyten – Pflanzen, die an extrem trockene Bedingungen angepasst sind und längere Trockenheit überstehen können. Die auffallendsten Strukturen von Kakteen sind Dornen, die nicht nur dem Schutz gegen Tiere dienen: Sie werfen Schatten und sind Kondensationspunkte für Feuchtigkeit; diese tropft an der Pflanze herab und wird von den Wurzeln aufgenommen.
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Saguaro – Monarchin der Sonoranwüste
Als Symbol des amerikanischen Südwesten gilt die Saguaro, als Monarchin der Sonoran Desert, mit einer besonderen Persönlichkeit, reich an Varianten, sehr oft mit menschlichen Formen.
Ihr Leben beginnt als Samen, nicht größer als ein Punkt in diesem Text. Seine Winzigkeit wird dadurch ausgeglichen, dass ein Saguaro in einem Jahr Zehntausende von Samen produziert; in der gesamten Lebenszeit von 175 bis 200 Jahren sind es mehr als vierzig Millionen Samenkörner. Diese Menge ist erforderlich, weil nur wenige Samen tatsächlich zu Saguaros werden. Die besten Überlebenschancen haben sie, wenn sie im Schutz von Bäumen wie Palo Verde oder dem Mesquite Strauch heranwachsen. Hier sind sie vor Sonne, Frost, Wind oder Tieren, für die sie Nahrung sind, geschützt. Von all den Samen, die eine Kaktee in ihrer Lebenszeit produziert, wächst höchstens einer zu einer vollgewachsenen Saguaro heran.
Ein Saguaro wächst nur äußerst langsam. Am Ende einer Sommer-Regen-Saison ist aus einem Samenkorn ein Keimling von nur ¼ inch (= 6 mm) geworden. Nach 15 Jahren hat die Saguaro die Größe eines Fußballes. Nach 50 Jahren hat sie die Höhe von sieben Fuß (= 2,14 m) und nach 75 Jahren bekommt sie die ersten "Arme", die als stacheliger Ball beginnen und sich nach oben aufrichten. Gleichzeitig blüht die Saguaro zum ersten Mal und fängt an, Früchte zu tragen.
Nach 100 Jahren hat sie eine Höhe von 25 Fuß (= 7,60 m). Wenn sie älter als 150 Jahre wird, erreicht sie ihre größte Höhe von mehr als 50 Fuß (= 15,20 m = entspricht einem fünfstöckigem Wohnhaus) und wiegt über 7 Tonnen.
Es gibt eine Vielzahl von Gründe, die dazu führen, dass die Saguaro abstirbt. Neben Trockenheit, Blitzschlag, Wind und Frost sind es auch Tiere, die sie zerstören.
Fundstelle: Auszüge aus dem Prospekt zum Saguaro NP des U.S. Department of the Interior
Im Organ Pipe Cactus NM haben wir eine Wachstumsgrafik für Saguaros gesehen, die von den o.a. Angaben im Prospekt des Saguaro NP etwas abweicht. Außerdem unterscheidet es Wachstum in "Trockenzonen" wie dem Organ Pipe NM und "Feuchtzonen" wie dem Saguaro East NP bei Tucson.
Höhe nach Organ Pipe Saguaro NP
1 inch = 2,54 cm 10 Jahre 6 – 7 Jahre 1 Ft. = 30,48 cm 17 Jahre 31 Jahre 3 Ft. = 91,44 cm 50 Jahre 26 Jahre 6 ½ Ft. = 1,98 m 69 Jahre 36 Jahre 1) 15 – 16 Ft. = 4,88 m 95-100 Jahre 55-60 Jahre 43 Ft. = 13,10 m 200 Jahre 46 Ft. = 14,02 m 173 Jahre
1) erstmals Blüten
Zu den übrigen Kakteen haben wir nur englische Abhandlungen gefunden, die wir nicht übersetzen können. Es bereitet schon Schwierigkeiten, nach den Bildern die einzelnen Sorten auseinander zu halten. Zusammenfassend stellen wir für uns fest, dass uns die Wüste gefällt und wir auf den Tag warten, an dem wir die vielen Kakteen blühen sehen.
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