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24. Bericht USA
Durch Idaho vom 08.08. – 13.08.05 Zum Crater of the Moon MN und nach Boise
Nach Missoula am Hwy vertrocknetes Weideland. Die Rinder fressen das Heu also direkt vom Halm! Die Hänge sind gelb-grau. Zusammen mit dem lichten, dunkelgrünen Nadelwald ein interessantes Bild. Die Berge der Rockies sind nur schemenhaft im dichten Dunst zu erkennen. Erst bei der Anfahrt zum Lost Trail Pass wird die Sicht klar und die Luft kühler. Der Pass bereitet keine Probleme. Auf dem Summit verläuft wieder einmal eine Wasserscheide und die Grenze zwischen Montana und Idaho. Es geht in einem engen Canyon weiter den Salmon River aufwärts. Die steilen Hänge grau-braun vom vertrockneten Gras.
Salmon River
Wir sind von der Landschaft in Idaho überrascht, denn im Kartoffelstaat – "Famous Potatos" steht auf jedem Nummernschild – erwartete ich überall Kartoffelfelder. Bisher aber nur grau-braune Berge.
Das "Craters of the Moon MN" ist das nächste Ziel.
Durch ein Versehen (falscher Hwy) kommen wir zuvor durch den "Grand View Canyon", eine wirklich enge Schlucht. Die Felsen ragen recht hoch über Talgrund und Straße, die sich durch die dunkelbraunen schroffen Felsen windet. Davor und danach keine solche Felsen. Sie stehen wie eine Barriere quer im Gelände.
Grand View Canyon
Am Mackay Reservoir finden wir direkt am Wasser einen Üpl. 
In der Dämmerung landen mehr als 30 Gänse, mit viel Geschnatter, auf dem Wasser. Der Mond steht schon dicht über dem westl. Horizont und versinkt schnell hinter den Bergen. Dann geht ein Sternenhimmel auf, den wir in D kaum sehen. Kein Dunst und keine Wolke trübt den Blick auf hunderttausend blinkende Sterne und die Milchstraße ist direkt über uns zum Greifen nah. Das erlebt man allerdings auch in USA kaum auf einem Campground oder RV Park.
Mackay Reservoir
Die Gänse haben die ganze Nacht geschnattert und am Morgen schwimmen sie in Kiellinie auf dem See.
Wir sind früh auf und erleben den Sonnenaufgang über dem See. Erst ist nur die höchste Spitze eines Berges in das rötliche Licht getaucht. Nach und nach liegt dann der gesamte Hang im Sonnenlicht und als wir frühstücken, scheint die Sonne ins Womo.
Bald tauchen die ersten Lava Beds auf. Gleich darauf ist man im "Craters of the Moon" NM. Eine Loop von ca. 7 mi führt durch die Lavawelt, die vor 2.000 Jahren entstanden ist. Hier ist kein großer Vulkan ausgebrochen, sondern die Erde ist hier breitflächig aufgebrochen und aus kleineren und größeren Kegeln ist die Lava gesprudelt bzw. hat sich in der Fläche verteilt, wobei die unterschiedlichsten Formen und Farben entstanden. 
Craters of the Moon MN
Wir fahren die verschiedenen Viewpoints an und laufen einige Trails. Im Krater des Snow Cone liegt tatsächlich noch ein Rest Schnee. Beim Mittagessen ist mein 1 rechter Backenzahn abgebrochen. Jetzt ist da ein großes Loch. Ich darf nicht mehr lachen! Bis zum Abend habe ich noch keine Schmerzen. Craters of the Moon MN ~ Lava [neben]
Dieses NM ist ein sehr interessantes Stück Natur und eine nicht geplante Bereicherung unserer Tour.
Wir verlassen das Lava Bed und fahren durch landwirtschaftl. Gebiete, die nur von Bewässerung leben kann. Am Himmel kaum Wolken, aber viel Sonne und Wind, die die Landschaft austrocknen. Auf den vertrockneten Weiden riesige Vieherden. Von den "Famous Potatos" ist allerdings nichts zu sehen.
Craters of the Moon MN ~ Big Crater
Es geht weiter durch die wunderschöne Landschaft der Sawtooth Rec. Area. Links von uns die "Sägezähne" Mts. Das gesamte Gebiet ist eine Rec. Area. Überall Campgrounds oder "Sportsman Access", manchmal ist da nur Platz für drei PKW.
Die nun folgende Straße ist quasi eine "Gebirgsstrecke" denn sie geht über drei Pässe mit jeweils mehr als 6.000 Ft. Zuerst jedoch ein flaches Stück in Berge eingebettet, das eine wunderschöne Prärie ist. Das hohe goldgelbe Gras wiegt sich im Wind – man wünscht sich jetzt nur noch die Bison hinzu. Wir sind auf ca. 1.800 Ft. über NN. Bald danach taucht die Straße in Nadelwald ein. Lange windet sich der Hwy zum Banner Summit hinauf, von wo es bis Lowman dann nur noch abwärts geht. Aber dort erfolgt sogleich der Anstieg zum Mores Creek Summit. Fahrzeuge über 67 Ft. sind auf diesem Stück Hwy nicht zugelassen, denn der Hwy ist schmal und hat unendlich viele Kurven und auch etliche Kehren. Die Straße schraubt sich höher und an manchen Stellen kann man weit in die bewaldete Landschaft sehen. Dann ist der Mores Creek Summit erreicht. Nun folgt die Abfahrt von 13 mi bis nach Idaho City. Später nach Idaho City fahren wir in einem "Lava Canyon". Die Hänge voller großer Lavabrocken oder Basaltabbrüchen. Teilweise stufige Steilwände aus Lavastelen, besser übereinanderliegende Terrassen.
Ca. 20 mi vor Boise ist der Lava Canyon zu Ende. Die Landschaft weitet sich. Auf beiden Seiten nur noch flach gerundete niedrige Berge, die kahl sind. Nur hier und da einige einzelne Bäume oder Baumgruppen auf ausgetrocknetem braun-grauem Boden. Die klare Bergluft ist dahin. Dunst liegt über dem Land und über Boise, als wir auf dem Highland Summit [EL 3.782 Ft.] ankommen. Nun geht es endgültig hinunter in die Großstadt – Boise ist die Hauptstadt von Idaho.
Boise, ID, 13.08.2005
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