20. Bericht

20. Bericht 

Canada British Columbia (BC) / Alberta (AB)
Auf dem Icefields Pkwy durch den Jasper NP und Banff NP
Vom 18.07. – 23.07.2005 – Teil 3

Auch am nächsten Parkplatz, am Trailhead für den Bow Wasserfall, Hochbetrieb. Wir bleiben am Hwy. Von hier direkter Blick auf den Bow Glacier mit seinem Wasserfall, den Bow Lake und darüber der Crowfoot Glacier mit seinen zwei Zehen. Ein wunderbares Panorama.

  052011 Crowfoot Glacier        

                   Crowfoot Glacier

Als ich Bericht schreibe, ruft Bruni auf einmal: "Da ist ein Grizzly". In der Tat läuft nur hundert Meter von uns ein Grizzly. Ein mächtiges blondes Tier mit dunklem Fell an den Beinen und dem Kopf. Wir können ihn lange beobachten, denn er ist auf Futtersuche. Er kratzt den Boden auf und beist an einem Stück Baum herum. Dabei entfernt er sich immer weiter von uns. Wir haben ihn mehr als 10 Min. beobachten können.

Es sind wenig Wolken am Himmel – ein Zeichen zum Aufbruch.

     052013 Herbert Lake         

                           Herbert Lake

Eine Stunde später sind wir auf dem Großparkplatz am Lake Louise. Wir frühstücken. Dann erster Spaziergang zum See, der türkisfarben leuchtet. Die Bustouristen treffen schon umfangreich ein. Der Parkplatz hat sich auch schon gut gefüllt.   
052014 Lake Louise + Victoria Glacier
                                Lake Louise + Victoria Glacier

Gegen 11:00 am MDST Mittagessen, da Wandertag ist. Den Touristen kann man angeblich entfliehen, wenn man 3,6 km bergauf zum Lake Agnes läuft. Wir machen es. Uns fehlt es an Kondition. Am Mirror Lake schon großer Rastplatz. Am sog. Teehaus am Agnes Lake ordentlicher Betrieb. Auch dieser See türkisfarben.               
052015 Lake Agnes
                                       Lake Agnes

052016 Lake Louise

1,6 km weiter der Aussichtspunkt "Big Beehive". Dazu muss man den Agnes Lake zur Hälfte umrunden; dann geht es auf einem sehr steilen und schmalen Weg mit Kehren noch ein ordentliches Stück höher. Wir haben ernstliche Probleme und machen viele Pausen. Oben ist nicht oben, d.h. man ist noch nicht am Aussichtspunkt. Noch ein Stück Weg über Felsen und Baumwurzeln, dann liegt der ganze Lake Louise einem zu Füßen.

             

 

Lake Louise

Als Beigabe unmittelbar unterhalb der Felswand der Mirror Lake. Die Aussicht auf den Victoria Gletscher ist nicht ganz so grandios. Dafür aber bildfüllend ein anderer Berg.

Der Abstieg kann auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg erfolgen. Es gibt aber auch auf der anderen Bergseite einen Weg zum "Plain of Six Glaciers Trail", auf dem man abkürzen kann und damit gleich zum Lake Louise kommt. Am See entlang geht es zurück zum Parkplatz. Insgesamt eine Strecke von ca. 12 km, die wir in 5 ½ Stunden gelaufen sind. Der Abstieg auf schmalem Pfad war brutal für die Beine. Meist eine Rinne voller Steine und Wurzeln, dazu ständig Pferdeäpfel und unangenehmer Pferdegeruch. Das der Weg auch als Reitweg benutzt wird ist störend. Die Reiter, insbesondere der Führer, grüßen freudestrahlend.
Müde kommen wir am Womo an. Unsere erste richtige Wanderung ist natürlich gleich ein Stück zu groß ausgefallen.

Es bringt Vorteile, früh aufzustehen. Am Moraine Lake sind wir trotzdem nicht die Ersten. Einige Busse sind schon da. Ein kurzer Spaziergang am ebenen Seeufer entlang muss genügen, da Bruni erhebliche Schmerzen im rechten Knie hat. Der Abstieg gestern bereitete ihr Probleme und die ganze Nacht Schmerzen. Sie hat das schon einmal gehabt und von daher eine Stützmanschette dabei, die sie jetzt trägt.   
052017  Moraine Lake
                                           Moraine Lake

Auf dem Rückweg kam uns dann eine skandinavische Reisegruppe entgegen. Die Schlange wollte und wollte nicht enden. Wir schätzen, dass es 150 oder mehr Personen waren. Auf dem Rückweg vom Aussichtspunkt kam dann die ganze Meute zu dieser Stelle. Da ist mit Ruhe und Beschaulichkeit nichts mehr drin. Die asiatische Reisegruppe von 30 Leuten war dagegen recht angenehm!!!

Am nächsten Tag ging es erst nach dem Essen "On the Road", nach Banff. Auf dem Weg dorthin ein großer Elkbulle (Wapitihirsch) auf Futtersuche im Straßengraben.   052018 Wapiti Hirsch         

    Wapiti Hirsch

Banff ist ein großer, belebter, ungemütlicher Touristenort. Die engen Straßen (wieder das alte klein-klein Muster) voller Menschen und Autos. Die Parkplätze voller PKW, für uns kein Platz. Auf der Suche nach einem Supermarkt landeten wir am Viewpoint der Bow Falls. Ein breiter, niedriger Fall. An einer Tankstelle gab's dann den Hinweis auf den gesuchten Supermarkt.

 

Von Banff dann zurück auf den Bow Valley Pkwy. Hier nochmals viel Betrieb um einen weiteren Elkbullen, der seelenruhig die Margaritten im Graben fraß. Unser Üpl. liegt in einem Seitenweg bei Moose Meadows Viewpoint. Am Abend seit Tagen der erste Dauerregen. Um 10:00 pm MDST kam ein Ranger und schickte uns weg, weil es im NP verboten sei, außerhalb von Campgrounds zu übernachten. Der erste "Platzverweis" auf der Fahrt.

Am nächsten Tag Regen und immer wieder Regen. Wir stellen uns auf einen Parkplatz und warten auf besseres Wetter.

Golden, BC, 24.07.2005

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