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17. Bericht
Canada British Columbia (BC) / Alberta (AB) Von Prince George nach Jasper vom 15.07. – 17.07.2005
Wir haben auf unserer bisherigen Tour viel gesehen – nur keine Salmon und schon gar nicht Bären, die Salmons fangen. Hier in Prince Gorge könnte man noch etwas am Rad drehen, um doch noch die Bären mit Salmons zu sehen. Ein Anruf bei einem Campground in Stewart ergibt, dass nur wenige Salmons bis jetzt da sind und keine Sicherheit besteht, Bären zu sehen. Damit ist eine zweite Fahrt nach Stewart / Hyder erledigt.
Nun kommen neue Höhepunkte: Die Nationalparks in British Columbia und Alberta: Jasper, Banff, Kootenay, Yoho, Glacier und Mt. Revelstoke.
Aber zuerst einmal Regen. Es hat die halbe Nacht geregnet und es regnet heute den ganzen Tag bei der Fahrt und auch noch am Üpl.
Wir fahren wieder einmal ein Stück auf dem Yellowhead Hwy, diesmal nach Osten. Der Yellowhead Hwy folgt im breiten Tal dem Fraser River aufwärts, der seine Quelle im Mt. Robson PP hat und an dem man später noch an einigen Stellen ganz dicht entlang fährt.
Bei Tête Jaune Cache zweigt der Hwy # 5 nach Westen ab, auf dem man zum Wells Gray PP mit seinen schönen Wasserfällen kommt. Er liegt aber nicht an unserer Route und würde einen Umweg von 500 km erfordern. Im PP ist im Juli und August Hochsaison der Moskitos. Die zusätzlichen 500 km und die Moskitos sind Grund dafür, dass wir ihn nicht besuchen.
Von Tête Jaune Cache bis zum Mt. Robson PP Visitor Center sind es nur wenige Meilen im engen Tal des Fraser. An vielen Stellen kommt der Hwy ganz dicht an den River mit seinem grün-grauen und schäumendem Wasser heran.
Auf dem Parkplatz vorm Visitor Center erstmals wieder richtiger Touristenauftrieb. Drei Gründe gibt es dafür. Erstens bekommt man hier Unterlagen über den Mt. Robson PP. Zweitens sieht man den Mt. Robson, der höchste Berg der can. Rocky Mts.( 3.954 m ), von hier wunderbar, wenn er sich nicht – wie heute – hinter Wolken versteckt. Und dann startet von hier der Berg Lake Trail in die wunderbare Bergwelt. Wir halten auf dem Parkplatz und warten auf bessere Sicht, die nicht kommt. Da keine Chance besteht, heute den Mt. Robson in seiner ganzen Pracht zu schauen, geht es weiter. Bald kommt der Moose Lake mit gletschergrünem Wasser. Der Fraser fließt durch den Lake. Hier machen wir Mittag. Das Wetter wird schlechter. Ein Stück weiter letzter Kontakt mit dem Fraser, der von hier ca. 1.300 km bis zur Mündung in den Pacific bei Vancouver zurücklegen muss. Die Salmons schwimmen diese Strecke aufwärts, in die diversen Seitenarme des Fraser. Der Fraser entspringt im Mt. Robson PP i.d.N. der Grenze zu Alberta im NW Bereich des Mt. Evans.
Am Westende des Yellowhead Lake, noch bevor man ihn überhaupt sieht, im Wald der Lucerne Campground. Hier bleiben wir für die Nacht.
Bruni ist um 6:00 am PDST aufgestanden und hat die Heizung eingeschaltet und Teewasser aufgestellt und fragt, ob wir aufstehen, da wir heute doch in eine andere Zeitzone kommen. Ich stelle fest, dass ich blauen Himmel sehe. Bruni fragt, ob wir zum Mt. Robson fahren und dort frühstücken. Ich stimme zu und gleich darauf sind wir unterwegs. 
Es ist ein schöner Morgen. Die Nebel und Wolken hängen einzeln zwischen den Bergen. Am Moose Lake, der heute spiegelglatt und milchig grün ist, sehen wir schon den Mt. Robson. Um 6:45 am PDST sind wir wieder am Mt. Robson Visitor Center. Damit sind wir 31 mi zurück gefahren, die sich gelohnt haben.
Morgenstimmung am Moose Lake mit Mt. Robson
Der Mt. Robson ist im oberen Teil wolkenumwoben. Wir frühstücken etc. In dieser Zeit wabern die Wolken um die Bergspitze. Alle paar Minuten ist eine andere Situation. Dann zw. 8:10 und 8:40 am PDST ist das Massiv so gut wie wolkenfrei vor uns. Die wenigen Wolken, die noch im Berg hängen sind Dekoration.
Mt. Robson
Wir fahren zufrieden den Yellowhead Hwy nach Osten zum Jasper NP. Der Yellowhead Lake liegt zw. Bergen und ist damit am Morgen ganz dunkelgrün.
Früh Morgens sind wir auf dem Yellowhead Pass (EL 1.131 m) und damit an der Grenze zu Alberta sowie am Westeingang des Jasper NP und erneut an einer Wasserscheide. Alberta gehört zur Mountain Time Zone. Damit hat man eine Stunde eingebüßt.
Jasper ist sehr belebt. Ein Touristenort in den Bergen vor schöner Kulisse. 500 m hin und 500 m zurück und Jasper ist erledigt. Hochbetrieb an den Tankstellen, denn auf dem Icefields Parkway gibt es kein Gas. Wir tanken Gas und Propane und machen um die Ecke Mittag. Dabei schaue ich kurz in den Reiseführer und stelle fest, dass wir um ein Haar die Maligne Valley Road zum Maligne Lake ausgelassen hätten.
Die Maligne Valley Rd. geht ca. 45 km bis zum gleichnamigen See. Nachdem man den Athabasca River überquert hat kommt bald der Maligne Canyon. Der Maligne River hat sich hier einen ganz schmalen ca. 40 m tiefen Canyon in Jahrmillionen gegraben. Je weiter man in das Valley hineinfährt, desto schöner wird die Landschaft. Wunderbar geformte Berge ragen auf und glänzen in der immer wieder durchkommenden Sonne. Am
Medicine Lake
eine wunderschöne Bergwelt rundum. Der See selbst schimmert jadegrün, hat aber wenig Wasser. Der See hat keinen natürlichen Abfluss. Wie an der Donauversickerung fließt das Wasser unterirdisch ab und kommt ein Stück entfernt wieder zum Vorschein.
Am Ende des Tales der See der Seen. Leider mit wenig Sonne. Wir wandern ein Stück am Ufer entlang zu einem schönen Aussichtspunkt. Von hier geht der Blick über den See zu einer schroffen Bergwelt mit Eis und Schnee. Für $ 35 pro Person kann man mit einem kleinen Schiffchen näher an die Berge herankommen und vor allem "Spirit Island" sehen – das Postkartenmotiv des Jasper NP schlechthin. Uns ist die Tour bei dem schlechten Wetter zu teuer.
Maligne See
Columbian Ground Squirrel
Jasper, AB, 17.07.2005
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