15. Bericht

15. Bericht

USA – Alaska (AK) + Canada – Yukon Territory (YT)
Von Valdez (AK) nach Whitehorse (YT) vom 30.06. - 03.07.05

In Alaska, YT und BC haben die Straßen zusätzlich noch einen Namen, der in erster Linie benutzt wird. Von Valdez nach Whitehorse fährt man folgende Strecken:

  • Richardson Hwy von Valdez nach Fairbanks [AK # 4]
  • Glenn Hwy von Anchorage nach [Glennallen] Tok [AK # 1]
  • Tok Cut - Off von Gulkana nach Tok [AK # 1]
  • Alaska Hwy von Delta Jct. [Fairbanks] nach Dawson Creek, BC [AK # 2]
  • Taylor Hwy vom Tetlin Jct. [Alaska Hwy] nach Eagle [AK # 5]
  • Top of the World Hwy von Taylor Hwy nach Dawson City [YT # 9]
  • Klondike Hwy von Dawson City nach Skagway [YT # 2]

Bis zum Taylor Hwy wird im Prinzip nur die Entfernung überwunden. Am Taylor Hwy verbrannte Wälder, so weit man sehen kann.

Es geht durch verbrannten Wald, Meile um Meile. Die Straße ist bis Mile 64 geteert. Die restlichen 53 Meilen bis zur canadischen Grenze ist eine sog. Erdstraße (weitgehend ohne Gravel). Sie ist in einem einigermaßen brauchbaren Zustand. Die Straße windet sich in Steigungen und Gefällen durchs Gelände.

   051501 Verbrannter Wald        

      Verbrannter Wald am Taylor Hwy

Wir verlassen Alaska. Die US Grenzer haben sich nicht um uns gekümmert. Die Ausreise ist uninteressant. An der canadischen Grenze eine Lady mit den üblichen Fragen. Auch diesmal die Frage, was wir mit dem Womo machen. Storen in CA war eine gute Antwort. Kein Stempel in den Pass!  
051502 Strecke Alaska
                                            Strecke in Alaska

"Top of the world" ist eine Herausforderung – da werden die Gefühle für Trapper und Goldsucher in Einsamkeit und Kargheit wach gemacht. Aber außer Erinnerungen bleibt nicht
viel, wenn man davon absieht, dass die Erdstraße bei Regen ganz schön glatt ist und das Womo von unten bis oben eingedreckt ist.
"Top of the world" wird der Hwy deshalb genannt, weil er meist auf dem Kamm eines Höhenzuges verläuft. Man hat bei gutem Wetter sicherlich herrliche Aussichten. Die Straße sieht man von manchen Stellen schon weit voraus. Heute zieht jedoch ein Regentief über das Gebiet und schränkte die Fernsicht ein.

  051503 Top of the world       

                  Top of the world

   051504 Brennende Wälder Dann kommt der Rauch verschiedener Waldbrände hinzu, so dass wir rein gar nichts mehr ausmachen können. Auf weiten Strecken fahren wir oberhalb der Baumgrenze. Wir können die brennenden Wälder an den Rauchfahnen ausmachen. Es ist ein stark gegliedertes Gelände mit vielen Tälern. Das war's dann auch schon von der Landschaft.

Am Ende des Hwy steht man in Dawson City am Yukon. Über den Yukon gibt es hier keine Brücke. Eine Fähre bringt alle Fahrzeuge und Fußgänger hin und her.                                         Brennende Wälder

In und um Dawson City am Klondike Hwy riesige Schotterberge, die Reste von der Suche nach Gold. Die Landschaft ist zerstört. Das ist aber nicht das "Goldfeld". Die Claims (Claim # 6) und die Dredges (Dredge # 4) liegen abseits an der Bonanza Rd. Wir haben sie nicht gesehen und auch nicht nach Gold gesucht.

Von Dawson City nach Whitehorse sind es jetzt nur noch 527 km.
Draußen ist es diesig und grau. Auf dem Hwy beginnt sofort eine Gravelstrecke. Wir sind schon schmutzig wie Sau und werden weiter eingedreckt.
Die Landschaft ist verbrannt. Man hat Schilder aufgestellt, wann es gebrannt hat. Daran kann man erkennen, inwieweit sich die Natur erholt.

Es regnet. Wir sind bald eine gute Stunde alleine auf dem Hwy, bis die ersten Autos und Womos erscheinen. Die Straße ist überraschend gut. Es gibt einige kleinere Gravelstrecken und eine lange Baustelle mit gepflegtem Gravel. Bei Regen drecken wir weiter ein, stellen aber zu unserer Überraschung auf dem Campground fest, dass der Regen die Seiten recht gut abgewaschen hat. Nur die Heckseite ist richtig braun.

Durch den Regen sieht man nicht, durch welche Landschaft wir fahren. Es ist eine eintönige Fahrt durch eine gleichbleibende Landschaft (rechts und links der Straße Wald), die durch tiefhängende Wolken verdeckt ist.

    051505 Namensvettern         

              Namensvettern am Straßenrand

Wir fahren am Yukon River entlang. Stopp bei den Fife Finger Rapids. Man sieht die Stromschnellen im Yukon River, die für manche Goldsucher Anfang 1900 das Ende der Reise waren, weil sie hier umgekommen sind. Angeblich sollen nur 30 – 40 % aller Prospectorenaspiranten in die Goldfelder bei Dawson City gekommen sein. Dort waren aber schon lange die ergiebigen Claims vergeben, so dass sich viele als Arbeiter verdingen mussten.

Vom Rest der Strecke bis Whitehorse gibt es nichts zu berichten.

Whitehorse, YT, 03.07.2005

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