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15. Bericht
Von Salt Lake City zum Yellowstone NP 26.07. – 28.07.2004
Es geht nordwärts. Wir verlassen die Ebene, in der Salt Lake City liegt. Wir fahren wieder in die Berge, die uns ab der Einmündung der US # 6 auf der rechten Seite begleitet haben. Durch sie müssen wir nun hindurch, bzw. darüber hinweg.
Es geht kontinuierlich aufwärts. Die Berge sind nicht allzu hoch, abgerundet und mit Gras (keine Wiesen), Gestrüpp und div. Bäumen bewachsen. Es ist alles grün. Auf der anderen Seite der Berge kommen wir in ein weiteres Paralleltal, das ebenso weit, grün und fruchtbar ist. An vielen Stellen wird bewässert. Wir sehen Viehzucht und Landwirtschaft. Der größte Ort hier ist Logan, das sich seinen ursprünglichen Charakter an vielen Stellen bewahrt hat. Ein schönes Städtchen der alten Art, das sehr sauber ist.
Es geht weiter durch enge Täler. Nun entlang des Logan River, der nach unserer Bezeichnung ein sehr schöner Gebirgsbach ist. Je höher wir im Gelände kommen, desto alpiner wird die Landschaft. Wieder weite, flache Hänge, mit wenig Baumbestand, der sich in den höheren Regionen aber zu geschlossenen Waldflächen mit hohen Tannen ausbreitet. Es ist nicht nur ein Tal sondern es verzweigen sich unzählige Täler, die einen sehr harmonischen Gesamtanblick ergeben.
Der Summit dieses Stück der US # 89 liegt auf dem Bear Lake Pass mit EL. 7.810 Ft. Gleich danach ein Overlook über den Bear Lake, der türkisfarben unter uns liegt. Unten am See Garden City am Bear Lake auf nur noch EL. 5.900 Ft.
Der Bear Lake ist Grenzgebiet zu Idaho. Wir wechseln vorübergehend von Utha nach Idaho. Es geht weiter durch kleine saubere Orte. Überall Landwirtschaft und Viehzucht. Es ist ein sehr fruchtbares Tal. Am Ende des Bear Lake ist die Landschaft eine riesige weite Weide, die sich nach Norden fortsetzt. Gleich darauf sind wir in Montpelier. Wir verlassen die Ebene und fahren hinauf in einen neuen Höhenzug. Wir sind im Caribu National Forest. Der Geneva Summit ist mit EL. 6.923 Ft. hier die höchste Stelle.
Es folgt wieder ein außerordentliches Tal. Alles grün und eingerahmt von Bergen wie im Allgäu. Dieses Tal teilen sich Idaho und Wyoming. Wir wechseln von Idaho zurück nach Wyoming und sind in einem engen Tal und wieder ein kleiner Gebirgsbach neben uns. Die Hänge sind allerdings mit der kleinen silbergrau-blauen Pflanze bewachsen, die wir in mancher Wüste gesehen haben. Bäume fehlen weitgehend. Wenn man so will, sind die Berge Wüste.
Wir machen am Ufer des Salt River Mittagspause. Ein Stück weiter ist ein Campground, auf dem wir bleiben
Der nächste Tag beginnt mit einem Schock. Im Womo sind es nur noch 11,3° C und die Heizung springt nicht an. Zu unserer Beruhigung vermuten wir, dass die Düse durch die langen Fahrten auf Staubstraßen verstopft ist. Wir frühstücken im Trainingsanzug. Nach der langen Hitze eine neue Erfahrung.
Auf dem Salt River Pass blicken wir wieder einmal in ein grünes Hochtal, das von der Salt River Range auf der rechten Seite begrenzt wird. Im Tal überall Ansiedlungen und kleine Orte. Es wird Weidewirtschaft und Getreideanbau betrieben. Die Landschaft bietet keine spektakulären Höhepunkte fürs Auge, dafür ist sie lieblich und angenehm. Soweit wir sehen können, ist durch intensive Bewässerung alles grün. Das Tal wird durch einem engen Canyon abgeriegelt, durch den der Salt River fließt und mit einem weiteren Tal verbunden. Dann geht es am Snake River aufwärts, der die Bezeichnung River verdient. Es ist ein breiter Gebirgsfluss, der etliche Stromschnellen hat und intensiv für "Rafting" genutzt wird. Wir sehen ständig unzählige Schlauchboote durch die Stromschnellen treiben.
Wir übernachten in Jackson, dem Eingangstor zum Grand Teton und dem Yellowstone NP.
Da unser Womo innen total eingestaubt ist – die Anschlüsse im Boden und den Wänden sind nicht ordentlich abgedichtet – und somit auch die Heizung und der Wasserboiler, saugen wir diese Stellen aus. Ich stelle dabei fest, dass die Heizung gekapselt ist und ich nicht an den Brenner komme.
Nachdem alles verschraubt und wieder an seinem Platz ist, stellt Bruni die Heizung nochmals an. Uns siehe da, sie funktioniert. Warum, wieso bleibt ein Rätsel. Ob sie Morgen früh auch anspringt, muss man abwarten.
Die nächste Station ist der Grand Teton NP. Wir bleiben auf dem Hwy., da man von hier die schroffen Felsberge (die Ostseite) nicht schlechter sieht, als von der Park Loop. Die Landschaft ähnelt den Alpen. Der höchste Berg ist der Grand Teton mit EL. 13.770 Ft. = 4.197 m. Um die Spitzen der Berge haben sich Wolken gelegt. An einigen Stellen Schneereste.
Das Tal, in dem wir fahren, liegt auf EL. 6.467 Ft. = 1.971 m und wird vom Snake River durchflossen. Es ist eine grüne Ebene, aus der die Berge so wuchtig aufsteigen. Es ist eine weite Ebene und an der Straße stehen viele Schilder, die vor Wildwechsel warnen. Leider ist kein Elch, Hirsch oder Bison zu sehen. Am Jackson Lake machen wir eine kurze Pause. Der See ist stark ausgetrocknet.
Grand Teton NP - Jackson Lake
Zwischen dem Grand Teton NP und dem Yellowstone NP wieder eine weite Ebene. Die Felsen des Grand Teton sind bewachsenen Höhen gewichen. Die Landschaft ist etwas gespenstisch, da auf Meilen kahle, graue Baumskelette stehen. Darunter aber schon wieder nachgewachsene Bäume, die schon 5 oder mehr Jahre stehen dürften.
In den Wiesen eine wundervolle Blütenpracht, es leuchtet in allen Farben zu uns.
Karte des Yellowstone NP
Wir sind durch den Südeingang in den Yellowstone NP eingefahren, der auf EL. 6.886 Ft. = 2.099 m liegt. Hier ist noch immer der Snake River neben uns, der aber gleich darauf vom Lewis River abgelöst wird.
YNP - Lewis River
Kurz vor dem West Thumb des Yellowstone Lake überqueren wir wieder einmal die Continental Divide auf einer Höhe von 7.988 Ft. = 2.435 m.
Wir sind im Yellowstone NP [ YNP ] angelangt.

YNP - Yellowstone Lake
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