12. Bericht

  • 12. Bericht
  • Der Canyonlands NP 19.07. – 20.07.2004
  • Wir sind zuerst im Bereich "The Needles", wo Felssäulen, Natursteinbögen (aber nur in abgelegnen Canyons und auf langen Fußmärchen zu erreichen), Canyons und durch Erosion entstandene Gräben die Landschaft prägen. Die dominierenden Formationen sind aber die Needles selbst: rötlich-weiß gestreifte Felszinnen. Erdbewegungen haben die Felsen zerbrochen und durch die Erosion durch Wind, Wasser und Frost ist das heutige Aussehen entstanden. Außerdem gibt es hier große Grasflächen, leider fehlen die Büffel.
  • 01 Canyonlands NP
  • Canyonlands NP
  • 02 Canyonlands NP
  • Canyonlands NP
  • Auf der Rückfahrt sieht die Strecke im frühen Morgenlicht ganz anders aus. Hier sind einige Ranchs in dem weiten Gebiet. Insbesondere ein von Felsen eingerahmtes Tal zieht sich weit nach Südosten und man kann sich gut die Legenden von Indianern, Büffeln und Cowboys vorstellen. Nach Norden gehen einige Täler zwischen sehr schroffen Felsen ab und wir wüssten gerne, wo sie enden.
  • Wir sind am Needles Overlook. Das was wir sehen, entspricht überhaupt nicht unseren Vorstellungen und hat eigentlich mit einem Überblick über eine Landschaft mit Felsnadeln oder –türmen nichts zu tun.
  • Wir stehen auf dem East Rim eines Beckens, durch den sich der Colorado und der Green River ihren Weg gegraben haben. Im Südwesten die Needles im Canyonlands NP, dort wo wir gestern übernachtet haben. Wir sehen auch die Straße, auf der wir dort unten vorhin gefahren sind und wissen nun auch, wo die Täler, die nach Norden abgehen, enden. Hier an dieser Abbruchkante, auf der wir nun sind.
  • 03 Canyonlands NP
  • Canyonlands NP
  • Entlang des Rims hat man einen kleinen Weg angelegt, Bänke aufgestellt und eine Picnic Area mit der wohl schönsten Aussicht eingerichtet. Wir blicken über das Becken hinweg zum einige Meilen entfernten West Rim. Dazwischen eine rostbraune, zerklüftete Ebene. Bruni stellt sich so den Meeresboden vor, wenn man das Wasser ablassen würde. Ich meine, diese Ebene sieht wie eine große, stark verrostete Eisenplatte aus, die man im Mikroskop betrachtet. Es sind unzählige, ineinander übergehende große und kleine Canyons, Felsabbrüche und Sandwüsten.
  • 04 Canyonlands NP
  • Canyonlands NP
  • In der Ferne kann man an drei Stellen den Colorado River sehen, der nochmals ein Stück tiefer dahinfließt. Es sind danach vier Geländestufen bis hinunter zum River. Die, auf der wir stehen, die in der Ebene aufragenden Türme, die Ebene selbst und das Bett des Colorado. Es ist eine eigenartige Landschaft, kein besonderes Monument, aber insgesamt in der Weite, der Vielfalt und der Unterschiedlichkeit der Canyons ein Monument.
  • Über diesem Becken, jetzt um die Mittagszeit, die flimmernde Hitze eines weiteren heißen Tages, die den West Rim und den Bereich "Island in the Sky" des Canyonlands NP rotbraun-violett erscheinen lässt. Südwestlich von uns, ganz am Horizont, als Schatten die Spitzen der Henry Mts. und östlich die Abajo Mts.
  • Ein ungewöhnliches Stück Erde und wir fragen uns immer wieder, warum die Amerikaner auf dem Mond eine Basis einrichten wollen. Man könnte es einfacher haben, wenn man dort unten in diesem Becken siedeln würde! Aber der Mensch strebt immer nach dem, was er noch nicht in Besitz genommen hat, obwohl nur ganz, ganz wenige Menschen das Glück haben, solche Landschaften wie den Canyonlands NP mit eigenen Augen zu sehen. Wir, die wir auf unserer zweiten USA Tour, eben durch das südlich Utah, mit den meisten NP der USA, reisen, sind überwältigt von diesen Naturwundern, die wir bis jetzt sehen durften.
  • 05 Painted Rock
  • Painted Rock
  • 06 The Hole
  • The Hole
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